Ideen für Morgen

www.Bildungsnot.de versteht sich als Initiative zum Schutz und Wohlergehen aller Menschen.
In den Untermenüs: "Bisherige Bildung + Fatale Folgen", wurde bereits angeschnitten, wie weitreichend sich unsere Kindheitserfahrungen auf unser Glücks- und Wohlempfinden im Erwachsenenalter auswirken.  Und da sieht es mit Blick auf unseren gesellschaftlichen Ist-Zustand, mit all den belastenden Begleit- und Folgeumständen, die durch unser antiquiertes Bildungssystem verursacht werden, wahrlich nicht besonders gut aus.

Wenn es nun darum geht, die verkrusteten Zustände in positiver Weise aufzulösen, dann könnten die nachfolgenden Ideen hierzu wertvolle Anregungen liefern, für die es sich einzusetzen lohnt.

Dabei gilt es nichts zu überstürzen, denn bekanntlich ist der Mensch ein "Gewohnheitstier“, der sich nur widerstrebend aus der Sicherheit althergebrachter Gewohnheiten lösen mag.  Aber es gelingt, wie die erfolgreichen Beispiele von der Postleitzahlumstellung oder der Verkehrsregelung an Kreuzungen von Ampel- auf nunmehr Kreisverkehrslösungen bewiesen haben. Da traten im Vorfeld der geplanten Umstellungen auch erst in breiter Front Bedenkenträger auf, um den "Untergang des Abendlandes zu prophezeien", der indes nie eintrat.

So werden sich vermutlich auch in Hinsicht eines wandelnden Bildungsverständnisses wieder zahlreiche Menschen schwer tun, alte Gewohnheiten hinter sich zu lassen, aber schauen und überzeugen Sie sich selbst, ob die hier dargelegten Inhalte nicht doch die sinnvolleren und berechtigteren Alternativen darstellen.

Dazu bedarf es nicht mal radikaler Umbrüche, sondern eher ein wachsendes Bewusstsein für notwendige Erfordernisse und ausbaufähige Zukunftsvisionen, damit sie sich von sinnvollen Ideen in erlebnisfähige Realitäten weiterentwickeln können

Indes werden aus gegebenem Anlass die ersten dargestellten Gedanken als unumstößliche Forderungen deklariert, die möglichst umgehend und konsequent noch innerhalb unserer bestehenden Schulordnung in künftige Lehrpläne einfließen sollten, um ausnahmslos jedes einzelne Kind in unserem Land gewaltpräventiv zu erreichen.


Warum diese  Forderung nicht schon längst formuliert und eingeführt wurde, bleibt angesichts der Realität von 2-3 Kindern wöchentlich, die von ihren stress- und überforderungsgeplagten Familienangehörigen zu Tode gebracht werden und weiteren zigtausend Kindern, die hinter gutbürgerlichen Fassaden psychisch und physisch qualvoll misshandelt oder vernachlässigt werden, sowie weiteren 220 Kindern und Jugendlichen und über 10.000 Erwachsenen jährlich, die sich von eigener Hand das Leben nehmen – ein einzigartiger Skandal – wie nachlässig diese altbekannte Problematik bislang noch immer bildungspolitisch stiefmütterlich behandelt wird.

Es ist zwar richtig, dass über all die zurückliegenden Jahre unglaublich viele Einzelmaßnahmen und Initiativen ins Leben gerufen wurden, um Kinder und Gesellschaft vor Gewalt zu schützen, doch keine dieser Maßnahmen wurde jemals darauf ausgelegt, um ausnahmslos jedes Kind so früh wie möglich zu erreichen.
Dabei ist der Handlungsbedarf dank statistischer Erfassungen so offensichtlich wie selten zuvor, um zu erkennen, dass hinter all dem nüchternen Zahlenmaterial, sich weit mehr malträtierte Kinder befinden, deren Leid dank geschickter Verschleierungstaktiken und subtiler Schuldzuweisungen seitens ihrer gewaltausübenden Bezugspersonen überwiegend unentdeckt bleibt.
Zudem haben diese gewaltbetroffenen Kinder bislang nur wenig Chancen, ihre eigene Gewaltbetroffenheit als solche zu realisieren und führt in Unkenntnis von Ursache und Wirkung, oft bis ins weit fortgeschrittene Erwachsenenalter zu zahlreichen weiteren Folgeschäden, wie im biografischen Teil des Buches „Bildungsnot“, beispielhaft zu lesen ist.


Kinderschutz muss daher weit früher greifen, da es längst nicht nur um gewaltbetroffene Kinder geht. Kinder bereiten uns, was die Folgeschäden anbelangt, zunächst noch die wenigsten gesellschaftlichen Probleme. Richtig massiv und kostspielig werden die Probleme erst, wenn wir uns mit kindheitsbedingten „Altlasten“ als erwachsene Menschen gegenseitig das Leben schwer machen.

Deshalb sollten wir im eigenen Interesse alles daran setzen, Kindern frühzeitig mit aufklärender Bildung eine Chance zu bieten, ihre möglicherweise eigene Gewaltbetroffenheit als solche zu erkennen und damit auf bereitstehende Hilfsangebote zugreifen zu dürfen.

Idealerweise setzt diese altersgemäße Aufklärung bereits in Kindergärten an und sollte an unseren Schulen dem Lesen, Schreiben und Rechnen sowohl ebenbürtig gestellt sein, wie auch kontinuierlich weiter vertieft werden, damit Kinder und Heranwachsende gewaltpräventiv eine Sensibilität dafür entwickeln können:

  • was Gewalt eigentlich ist.
  • durch welche Mechanismen Gewalt entsteht.
  • durch welche verschiedene Facetten Gewalt zum Ausdruck kommt.
  • wie sich Gewalt auf die Betroffenen auswirkt.
  • wie jeder vorausschauend und deeskalierend auf Bedrohungen oder Provokationen reagieren kann.


Damit erhielten Betroffene die Chance, ein erlittenes Trauma schneller zu überwinden, womit wir als staatliche Gemeinschaft vor einem großen Anteil überbordender Folgeschäden/Kosten bewahrt blieben, die gewöhnlich mit gewaltgeschädigten Menschen verbunden sind.

Womit jeder Euro, der nicht mehr in Negativleistungen zur Behandlung von Folgeschäden investiert werden muss, weit sinnvoller und effektiver eingesetzt werden könnte, wie z.B. in videounterstützten Rollenspielen, die unterschiedslos allen Schulen zur regelmäßigen Übung, bzw. Anwendung zu empfehlen sind, um Kindern und Heranwachsenden zu helfen, ihr Verhalten unter verschiedenen Belastungssituationen selbst zu reflektieren.

Denn gewöhnlich haben nicht einmal wir als erwachsene Menschen eine Vorstellung davon, wie wir mit unserer Gestik, unserem Tonfall und Vokabular auf Außenstehende wirken.

Dies wäre eine überaus hilfreiche Maßnahme, die mehr als nur erstaunte Aha-Erlebnisse erzeugen dürfte. Ja, wäre es nicht wünschenswert, wenn jeder Mensch ermutigt würde, das eigene Ich und die Welt in ihren Zusammenhängen tiefer zu hinterfragen?


Ganz WICHTIG gehört Kommunikationstraining ebenfalls dazu, um die gemeinsame Ausdrucksfähigkeit und Qualität unserer Sprache zu steigern. Denn kaum etwas anderes wirkt sich so destruktiv wie unsere Sprache aus, wenn sie durch gedankenlose Nachlässigkeit zu viele Interpretationsmöglichkeiten beinhaltet und damit zu unbeabsichtigten, aber dennoch konfliktträchtigen Missverständnissen beiträgt.

Diese Dinge dürfen jedoch niemals nur auf rein theoretischer Basis vermittelt werden, sondern müssten zum einprägsameren Verständnis durch real nachvollziehbare Übungen soweit trainiert werden, bis deren Anwendungen verinnerlichter Teil unseres gesellschaftlichen  Selbstverständnisses geworden sind.


Eine sinnvolle Idee könnte auch darin bestehen, in Schulen anzufangen, jeder Kritik konsequent mit abweisender Ächtung zu begegnen, wenn sie nicht wenigstens mit einem konkreten Alternativvorschlag verknüpft ist.

Denn, wenn man mal genauer hinschaut, haben wir uns einschließlich unserer Medien gemeinschaftlich auf eine Jammerkultur auf höchstem Niveau entwickelt, in der sich nahezu alle Landesbewohner/innen leidenschaftlich über Dieses und Jenes beklagen, jedoch ohne fähig oder willens zu sein, Kritik mit eigenen Alternativangeboten zu bereichern. 

Diese Maßgabe würde zu einem verständnisvolleren und somit friedfertigeren Umgang miteinander beitragen, wenn wir gefordert wären, die Beweggründe unserer Gegenüber nachzuvollziehen.

Im Falle eigener Kritik würde diese Vorgabe dazu führen, uns ernsthafter mit einer angesprochenen Thematik auseinanderzusetzen, um aktiv nach hilfreichen Alternativen zu suchen.  Im Ergebnis gewinnen wir damit an weit größerer Klarheit, die kaum mehr Raum für unterschwellige Missverständnisse bietet.


Überhaupt wäre es an der Zeit, Kritik bewusst zu üben, um ein Gespür dafür zu entwickeln, ab wann Kritik verletzend wirkt, oder vielmehr als Chance wahrgenommen wird, um daran positiv zu wachsen.

Dies setzt aber erst mal voraus, dass wir dem destruktiven Charakter der Kritik den Boden entziehen, indem wir die Stärke üben, Kritik zu ertragen, ohne wie aus verletzten Kinderzeiten verinnerlicht, gleich "volle Lotte" in breiter Abwehrstellung dagegenhalten. Also mal lieber stillhalten – in sich kehren – um in einer kurzen Selbstanalyse den Ist-Zustand wahrzunehmen.

Eine derartiges Verständnis dürfte jedenfalls weit hilfreicher als die gegenwärtige Praxis sein, die  stets mit der latenten Gefahr verbunden ist, in erstarrter Rechthaberei selbst ungerechtfertigte Positionen zu verteidigen.

Eigenschaften, die erst mal benötigt und eingeübt werden sollten, um die Basis für ein spannungsärmeres Miteinander zu entwickeln.


Innerhalb dieses gewaltpräventiven Rahmens sollte eine weitere Säule mit dem Ziel  der Sensibilisierung von Eigen- und sozialem Verantwortungsbewusstsein verankert werden, die sich mit folgenden Punkten befassen:

  • Sensibilisierung für die Verantwortung sich selbst und der sozialen Gemeinschaft gegenüber
  • Gezielte Informationen über Gesundheit und Ernährung
  • Aufklärung über Werbemanipulationen
  • Aufklärung, wie unser Finanzwesen funktioniert
  • umfassende sexuelle Aufklärung, etwa um zu vermeiden, dass weiterhin zu viele "Ballastexistenzen" das Licht der Welt erblicken, die für die Unzulänglichkeiten ihrer Eltern büßen müssen.

Hier geht es um verschiedene Punkte, durch die junge Menschen z.B. ein Gefühl für ihre sexuelle Verantwortung entwickeln sollten, um weder andere Menschen mit eigenen Begierden zu verletzen, noch in unverantwortlicher Weise eigene Kinder in die Welt zu setzen, ohne die Voraussetzungen für deren gedeihliche Entwicklung gewährleisten zu können.     

Aber auch all die anderen genannten Themen sollten unbedingt weit intensiver in unseren Schulen behandelt werden, da sie einen weit höheren Einfluss auf unsere Lebensgestaltung und unser Lebensglück ausüben, als all der andere Wissensmüll mit dem unsere Kinder in unseren gegenwärtigen Schulen realitätsfern überfrachtet werden.


Gleiches trifft in noch weit höherem Maße auf das dritte Kernthema, der Elternvorbereitung zu, um junge Menschen kontinuierlich auf die Herausforderungen für ihr späteres Dasein als verantwortliche Mütter und Väter vorzubereiten. Dazu gehören:

  • Eine verbindliche pädagogische Grundausbildung für Alle.
  • Ausbildung über  die physischen und psychischen Entwicklungsvorgänge vom Kleinkind bis zum Heranwachsenden 
  • pädiatrische, wie auch geriatrische Grundausbildung.

Dieser Punkt bedarf größter Aufmerksamkeit, um zukünftige Eltern zu befähigen, auf die entwicklungsbedingten Erfordernisse ihrer Kinder nicht nur liebevoll, sondern auch mit dem nötigen Sachverstand eingehen zu lernen.
Dabei geht es nicht darum, Eltern kleinliche Vorschriften zu machen, wie sie ihre Kinder zu behandeln haben, sondern eher um die Vorstellung breitgefächerter Angebote, wie Eltern z.B. auf schreiende Kleinkinder oder rebellisches Verhalten ihrer Kinder eingehen könnten. Denn selbstverständlich ist jedes einzelne Kind auf seine Art individuell, weshalb es niemals DIE Patentlösung für auftretende Problemstellungen geben kann. Aber es wäre für zukünftige Eltern bestimmt schon sehr hilfreich, sich später verschiedener Umgangsmöglichkeiten erinnern zu können.


Solche wichtigen Angebote sind bis heute nicht ansatzweise existent. Ein unhaltbarer Zustand, wenn wir uns in Erinnerung rufen, wie lange jungen Menschen für weit weniger verantwortungstragende Berufstätigkeiten verpflichtende Ausbildungszeiten auferlegt werden.

Mit diesen wenigen Punkten könnte schon bald trotz unseres maroden Bildungswesens ein bleibender Nutzen für alle gegenwärtigen und zukünftigen Kinder erreicht werden.
Daneben gibt es noch viele weitere kritische Aspekte und Ideen, wie der Schulalltag für unsere gegenwärtigen Schüler/innen erleichtert werden könnte. Doch würde es jeden zulässigen Rahmen sprengen, hier alle im Buch aufgeführten Details zu thematisieren. Deshalb lohnt sich ein Blick hineinzuwerfen, um zu den vielfältigen Facetten eine alternative Blickrichtung zu erhalten.


Hier dürfte es reichen, wenigstens einige der wichtigsten Kernpunkte anzusprechen.
Wie aus den vorangehenden Seiten ersichtlich wurde, ist unser Bildungswesen systembedingt kaum in der Lage, junge Menschen auf ein selbstverantwortliches Leben vorzubereiten. Schlimmer noch, wir schädigen durch unsere eingefahrenen Bildungsstrukturen nahezu die gesamte Gesellschaft.
Wir erkennen wohl die daraus resultierenden Folgeschäden, vermögen sie aber aufgrund der scheinbaren Normalität oder Betriebsblindheit unserer Lebensumstände nicht die Ursachen zu erk
ennen und noch weniger ihre Wirkungen zu überwinden.

Wenn wir demnach merken, wie schädigend sich unser Bildungswesen auf unsere gesamte Gesellschaft auswirkt, wäre es dann nicht angebracht, umgehend darüber nachzudenken, warum wir weiterhin an einem System festhalten sollten, von dem wir definitiv wissen, dass wir uns damit nur selber beträchtliche Schäden zufügen?

Hat uns unsere eigene Verdummschulung tatsächlich das Hirn soweit vernebelt, um kaum noch Phantasien für vernünftige Alternativen zu entwickeln, unter welchen Bedingungen sich junge Menschen weit freier zu glücklichen Menschen entwickeln könnten?

Unter den gegenwärtigen Begleitumständen unserer Schulen werden wir unsere Kinder nur mehr bedingt für ihre umgebende Welt interessieren können. Das fängt doch schon mit der unseligen jahrgangsabhängigen Schulrekrutierung an, um bereits zu diesem Zeitpunkt entwicklungsgehemmte Kinder im Dauerstress von unrealistischen Erwartungshaltungen und konkurrenzgebietenden Klassenarbeiten mit entsprechend demotivierenden Noten, gegenüber normal entwickelten Kindern uneinholbar zu benachteiligen und damit den persönlichkeitszersetzenden Kränkungen der Mitschüler, Lehrkräfte und dem Elternhaus auszusetzen.
"Tut das Not?", würde hier Herr Röhrich aus den beliebten Werner-Filmen konstatieren.


Um es kurz zu machen, die gängige Praxis, wie wir mit unserem Schulwesen bereits Kinder in jungen Jahren gleichförmig zu nivellieren versuchen, ist weder förderlich noch erforderlich.
Lediglich wir Erwachsene, die wir bereits "erfolgreich" unsere geistige Gleichschaltung durchlaufen haben, können sich aufgrund allgegenwärtiger Konformität kaum  mehr vorstellen, dass Kinder gar nicht anders können, als jeden Tag zu lernen. Ja selbst wir Erwachsene nehmen mit jedem Augenblich mit jeder neuen Lebenserfahrung neues Wissen auf. Dazu bedarf es weder bewusster Anstrengungen von Leistungstests noch hilfloser Programme á la, "Lebenslang lernen", weil wir ohnehin, egal ob jung oder alt, jeden Tag und immerzu etwas Neues hinzulernen. Da Kinder noch weitgehend "leer" sind, nehmen sie auch alles Neue mit allen verfügbaren Sinnen auf, weshalb Lernen einst sprichwörtlich vom realistischen begreifen abgeleitet wurde. Und das Schönste daran ist, wie viele Eltern unter uns sicher bestätigen werden, die Erfahrung, dass nahezu all unsere Kinder im Vorfeld der Schule sehnlichst darauf brannten endlich zur Schule gehen zu DÜRFEN.
Sie wären auch sicher über Jahre hinaus begeisterte Schulgänger/innen geblieben, wenn wir Erwachsenen ihnen ihre naturgegebene Freude am Entdecken und Lernen nicht innerhalb kürzester Zeit mit unseren unseligen Anspruchserwartungen und ungünstigsten Lernumgebungen, so gründlich verleidet hätten, wie wir es einst selbst, wie auch unsere Kinder der Gegenwart erfahren haben. Tragisch kann man dazu nur sagen.

Als erkennbares Indiz, wie gründlich wir eine meist unbewusste Abneigung gegen Schulbildung verinnerlicht haben, wird mit dem eindeutigen Abwehrreflex erkennbar,  mit dem die meisten Menschen unter uns auf angesprochene Themen zur Schulbildung desinteressiert bis abweisend reagieren. Nicht selten sogar mit entsetztem Ausruf: "Damit will ich nichts mehr zu tun haben"!
Ja und weil jeder so einen riesigen Bogen um das vermeintlich so unübersichtlich komplexe und schmerzbehaftete Thema Schulbildung macht, wird nun auch verständlich, warum sich so wenige Mitbürger zutrauen hierzu eine Meinung, ob kritisch oder nicht, zu äußern.
Unter Freunden oder innerhalb der Familien wird zwar auf hohem Niveau gelitten und gejammert, aber real etwas zu bewegen, haben es hingegen aus nachvollziehbaren Gründen die wenigsten versucht.

Eigentlich unverständlich, denn mit ein wenig Logik und Beobachtungsgabe liegt eine Auflösung der bestehenden Probleme doch gar nicht in unerreichbarer Ferne. Wir müssten uns lediglich von dem Gedanken frei machen, alle Kinder eines Jahrgangs zwangsweise in Schulen einzuziehen, oder ihnen gleichförmiges Wissen aufzuzwingen, für dessen Inhalte sie noch nicht die nötige Reife oder das Interesse entwickelt haben.
Deshalb käme die Idee, allen Kindern die Freiheit zu überlassen, sich gemäß ihrem eigenem Tempo zu entwickeln, ausnahmslos allen Menschen zugute, die innerhalb eines solchen Rahmens statt einer "Bildungsvermittlung", besser in die Vermittlung von Lebenserfahrungen eingebunden sind. Und das sind grundsätzlich alle Menschen, die mit Kindern erfahrbare Erlebnisse teilen.

 

                       Weide 2

 

                                                              Eine Augenweide zum Relaxen

 

Als Vorbild rundum gelingender Bildungsvermittlung könnte uns hier die Rückbesinnung helfen, wie Kinder von Ureinwohnern auf ihr eigenverantwortliches Leben vorbereitet werden. In deren Ursprünglichkeit wäre jeder Gedanke an eine institutionelle Schuleinrichtung völlig absurd, um dort ihre Kinder abzugeben. Nein, diese Kinder wachsen lediglich in Begleitung ihrer gesamten Sozialgemeinschaft ganz natürlich in ihre später verantwortungstragenden Rollen hinein. So erwerben sie ihr erforderliches Wissen bis zu ihrer verantwortlichen Eigenständigkeit nicht nur von wenigen ausgesuchten Personen, sondern von allen Mitgliedern ihrer umgebenden Gemeinschaft. Und stünden Ihnen in ähnlicher Weise vergleichbare Mittel zur Verfügung, mit denen wir uns befassen, würden sich gewiss auch Kinder von Ureinwohnern für die gleichen Mittel interessieren mit denen sich hochzivilisierte Kinder der Gegenwart beschäftigen.


Ähnlich könnte der Umgang mit unseren eigenen Kindern gestaltet werden, um ihnen innerhalb unserer Sozialgemeinschaft all die Dinge zu zeigen, an denen sie wachsen und ein weiterführendes Interesse entwickeln könnten. Im Klartext benötigen sie außerhalb ihrer familiären Lebensräume Möglichkeiten der interaktiven Begegnung.

Dazu könnten unsere bisherigen Schulgebäude, Einrichtungen und Sportstätten durchaus mit wenigen Modifizierungen erhalten bleiben. Hier müssten ihnen nur genügend altersgerechte „Beschäftigungsangebote“, sowohl an Spielen, als auch an ernsthafteren Themen unterbreitet werden, auf die sie gemäß ihrem eigenen Interessen zugreifen könnten, um sich ohne jeden äußeren Zwang jedes Wissen anzueignen, wofür vorhergehende Schülergenerationen sich erst mühsam abplagen mussten.


Wer glaubt, dass Kinder dabei nichts lernen würden, weil sie statt dessen lieber am PC, oder vor dem Fernseher "abhängen" würden, verkennt die Realität, dass sich Kinder in belebender Gemeinschaft mit anderen Menschen grundsätzlich für alles interessieren, was andere tun oder beschäftigt.

Wenn Kinder heute vor Fernsehern oder PCs abhängen, so ist deren Apathie vor allem auf ihre gesellschaftliche Isolation, Unterforderung mangels ausreichender Beschäftigungsangebote und in umgekehrter Richtung, dem Zwang, etwas erlernen zu müssen, zurückzuführen. Für sinnvolle Alternativen benötigen Kinder nicht einmal mehr hochstudierte Lehrkräfte, die ihnen dominant oder selbst verunsichert vorstehen und von ihnen Interesse abfordern, wo keines vorhanden ist, noch geweckt wurde. Dabei könnten es Personen jeden Alters sein, die wissbegierigen jungen Menschen für ihre vielen Fragen zur Verfügung stehen und somit ihr eigenes Wissen/Erfahrungen auf diese junge Menschen übertragen.


Gemäß der Devise geteiltes Leid ist halbes Leid, bzw. geteilte Freude ist doppelte Freude, kann es für Kinder und Erwachsene doch gar nichts Schöneres und Begeisternderes geben, als ihr wissendes Können mit anderen Menschen (egal ob jung oder älter) zu teilen.


Wenn diese Begeisterung ein Echo erfährt und das wird es aller Erfahrungen nach erhalten, (siehe Beispiel Computer-, bzw. IT-Entwicklung, die sich bis heute fern aller Schulzwänge weltumspannend von allein höchst erfolgreich verbreitet hat.), dann liefern die damit einhergehenden Inspirationen die idealen Voraussetzungen für alle denk- oder noch undenkbaren Weiterentwicklungen.

Und nicht zu vergessen – Kinder lieben Herausforderungen, an denen sie wachsen und gedeihen können. Zu welchen oftmals völlig unterschätzten Leistungen sogar schon kleine Kinder fähig sind, geht kaum sinnbildlicher als aus vielen Film- und Musikproduktionen hervor, in denen Kinder schauspielerische oder musikalische Höchstleistungen vollbringen, ohne deshalb gleich als hochbegabt klassifiziert zu werden. Zu ähnlichen Höchstleistungen sind nahezu alle Kinder fähig, wenn wir ihnen nur die nötigen Freiräume schaffen, in denen sie sich in allen Bereichen des Lebens zwanglos erproben und weiterentwickeln dürfen.


Ein überaus wertvoller und bislang nie erreichter Nebeneffekt innerhalb solcher Umgebungen besteht darin, dass niemand mehr ausgrenzend abgehängt werden kann, weil niemand mehr einem konkurrierenden Erwartungs- oder Leistungsdruck ausgesetzt ist. Weiterhin müssen wir keine behinderten Menschen mehr mühsam integrieren, weil alle miteinander integriert sind und sich jeder gemäß seinem eigenen Tempo und Interessen gemeinsam mit ebenso begeisterten Freunden/innen völlig individuell weiter entwickeln darf.


Wie inzwischen bekannt wurde, gibt es mit der russischen Schetinin-Schule oder der „Villa-Monte-Schule“ in der Schweiz bereits erste anerkannte Modelleinrichtungen, in denen sich Kinder nach ähnlichen Vorstellungen frei und außerordentlich erfolgreich weiter entwickeln dürfen.


Wobei der Begriff Erfolg weniger von der später möglichen Leistungsfähigkeit, Einkommenshöhe oder vom öffentlichen Ansehen geprägt ist, als vielmehr von angenehmen Attributen, die mit spürbaren Gewinnen an Lebensqualität und glücklicher Selbstzufriedenheit verknüpft sind.


Dies geht z.B. aus einer Langzeiterhebung unter ehemaligen Teilnehmern/innen der Villa-Monte-Schule hervor, die ihr Leben heute zu 96% als glücklich bezeichnen, obwohl sie heute nicht mal in besonders elitären Berufsbereichen tätig sind, sondern teils in unseren Kreisen wenig gewertschätzten Berufen wie z.B. dem Friseurhandwerk ihre Erfüllung gefunden haben. Und ebenso interessant, blicken sage und schreibe 98% der befragten Absolventen mit Freude auf ihre zurückliegende Zeit in der Villa Monte zurück! 
Von solch sensationell hohen Zufriedenheitsgraden können die allermeisten Menschen hier und andernorts nicht einmal träumen, zumal auch unsere Lehrkräfte bekanntlich zu jener Berufsgruppe gehören, die nur allzu berechtigt ihr schweres Los ihrer unerquicklichen Arbeitsbelastungen beklagen.


Nun, um auch unseren Kindern ähnlich günstige Startbedingungen in ihr eigen- und sozialverantwortliches Leben zu ermöglichen, müssen oder sollten unsere gegenwärtigen Regelschulen noch nicht mal geschlossen werden. Aber es wäre für uns alle außerordentlich hilfreich, wenn unsere Bildungsverantwortlichen unsere Regelschulen für solche Alternativmodelle wenigstens versuchsweise öffnen würden. 

Eltern, die die Sicherheit unserer vertrauten Regelschulen vorziehen, sollen ruhig weiterhin ihre Kinder unserem staatlichen Schulregelbetrieb überlassen dürfen. Aber Eltern, die den Sinn des Bildungsnot-Anliegens verstanden haben und im Sinne ihrer geliebten Kinder handeln möchten, sollten wenigstens die Möglichkeit eingeräumt bekommen, ihren Kindern ähnliche Lebensräume zur freien Entfaltung anbieten zu dürfen, wie sie hier angeschnitten wurden.

Danach dürfte es aller Voraussicht nach nur eine kurze Frage der Zeit sein, bis uns unsere eigenen Kinder den Erfolg solcher Alternativmodelle aufzeigen. Und zwar in all den zu erwartenden Fällen, wenn sich später immer mehr Eltern und Kinder entschließen, lieber solche freien Begegnungsstätten, statt unsere bislang reformresistenten Regelschulen mit all den behafteten Nachteilen zu besuchen.


Soweit zu diesem überaus wichtigen Kernthema. Daneben gibt es innerhalb unseres Schulwesens noch weitere Themen, die unbedingt einer Überarbeitung bedürfen, weil sie gleichfalls junge Menschen massiv in der Entfaltung ihrer eigenen in sich ruhenden Persönlichkeit behindern.


Dazu zählen Themen wie:

  • gegenwärtige Lehr- bzw. Lehrerqualitäten
  • Beschaffenheit der Lehranstalten
  • Fragwürdige Nachhilfen, z.B. pharma- + psychologische Inanspruchnahmen
  • Unwürdige Betreuung von Alten und Kindern
  • Kindergeldzahlungen
  • Schulunterbrechung
  • Aufhebung beruflicher Zugangsvoraussetzungen
  • Definition von Leistung und deren Vergütungen
  • Fragwürdige bis überflüssige Konsum-Produkte


und weitere Themen, die im umfangreichen Buch „Bildungsnot“ kritisch angeschnitten und mit ebenso zahlreichen alternativen Ideen versehen wurden.

Um diese möglichst zeitnah in unsere Regelschulen zu integrieren, kann und müsste jeder von uns der Kenntnis hiervon bekommt einen winzig kleinen aktiven Anteil übernehmen.

Zum einen um die hier dargestellten Inhalte einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen und weiter unseren Bildungsverantwortlichen dahingehend auf die "Füße" zu treten, um ihnen in größtmöglicher Anzahl zu vermitteln, dass die Umsetzung der hier dargestellten Zielsetzungen dem Wunsch und Willen der breiten Bevölkerung entsprechen.
Wir sind das Volk. Dieser Maßgabe entsprechend, haben unsere politischen Vertreter einzig und allein unsere Interessen zu vertreten. Ansonsten haben sie nichts auf ihren gut versorgten Plätzen verloren – PUNKT aus!

Um in unserem Sinne zu handeln, müssen sie aber erst einmal von uns beauftragt werden, um den Handlungsbedarf überhaupt erst mal wahrnehmen und handeln zu können.

Von daher müssen auch wir uns ein klein wenig aus der Komfortzone weitverbreiteter Gleichgültigkeit bewegen, um diese wichtige Beauftragung auf den Weg zu bringen.

Es ist niemandem geholfen darauf zu vertrauen, dass es die imaginären "Anderen", oder die da "Oben" schon für uns richten werden. NEIN, wenn sich in unserem Sinne etwas wünschenswert verändern soll, müssen auch wir die Bereitschaft mitbringen uns ein klein wenig zu bewegen. Und ja doch, wir können und werden die Welt verändern, wenn wir nur fest genug daran glauben und danach handeln!

In diesem Sinne gilt hier an alle Mitlesende und Webseitenbesucher der freundlich gedachte Appell:  BITTE beteiligt euch, um unsere Welt für uns alle und insbesondere unseren Kindern von Morgen friedsamer und liebenswerter zu gestalten.

Um Ihnen eine hilfreiche Beteiligung so leicht wie möglich zu machen, ist unter der Rubrik  „Interaktiv“ ein Abstimmungsfeld geschaffen worden. Dort können Sie sich, sofern Sie sich den hier dargestellten Inhalten anschließen möchten, anonym oder mit Nennung ihres Namens eintragen.

Dieser vermeintlich unscheinbare Part ist überaus wichtig, um gegenüber der Öffentlichkeit, sowie den politischen Vertretungen darstellen zu können, dass eine möglichst nennenswerte Anzahl von Mitbürgern, dieses Anliegen unterstützen und nicht weniger als die gleichberechtigte Akzeptanz  wie auch finanzielle Förderung für freie Begegnungsstätten einfordern, wie es den regulären Schulbetrieben bereits gewährt wird.

Lassen Sie sich zum Start dieser Aktion nicht irritieren, wenn dort noch nicht gleich viele Unterstützer eingetragen sind. Es braucht seine Zeit bis sich dort die wünschenswert breite Unterstützung durch die Stimmabgaben  angesammelt haben. Auf der anderen Seite trage Sie sich bitte auch ein, wenn sich bereits viele Menschen vor Ihnen eingetragen haben sollten.


Im angeschlossenen Forum ist allen Interessenten die Möglichkeit gegeben, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam auszuloten, wie die Zielsetzungen sowohl bildungspolitisch als auch auf regionaler Ebene umgesetzt werden können.

Denn während die drei Primärziele noch durch die bisherigen Arbeitsgremien durchgesetzt werden, dürften sich die visionären Bildungsanteile besser auf regionaler Ebene entwickeln.
So könnten in Abstimmung mit allen Beteiligten, wie regionalen Schulrektoren Schulämtern, Lehrkräften, Eltern und Schülern/Innen, Schulen als zwanglose Lernorte oder besser freie Begegnungsstätten umgestaltet werden. Alternativ  könnten diese aber auch in eigenständigen Liegenschaften geschaffen und weitere Detailfragen auf die regionalen Bedürfnisse abgestimmt werden. Da bietet sich für Jung wie Alt ein hochinteressantes Betätigungsfeld, in der Phantasie und Mut zur Realisierung von Visionen gefragt ist. 


Wessen Interesse und Begeisterung an "Neuem" geweckt wurde, ist herzlich eingeladen sich mit Rat und Tat aktiv an der Weiterentwicklung unseres Landes und deren Mitmenschen zu beteiligen. 
Um zusammenzufinden, was zusammen gehört bietet das angeschlossene Forum eine gute Gelegenheit, auch diesen Part in hilfreicher Weise abzudecken. In diesem Sinne, auf ein hilfreiches Zusammenwirken.

 

    Abend

  

Jeder Einzelne hat es in der Hand, die Welt von Morgen zu verändern, indem wir heute anfangen, uns des eigenen Lebens und der umgebenden Welt bewusster zu werden.