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Hallo liebe Besucher

Hier möchte ich Ihnen schnell noch ein paar Hintergrundinformationen zur Entstehung des Buches  "Bildungsnot" darlegen.

Eigentlich hatte ich nie Ambitionen jemals ein Buch zu schreiben.
Wozu auch? Als Vollbluthandwerker bin ich genug mit meiner Arbeit, Familie, Haus und Hobbys ausgelastet. Weiß mir also meist selbst zu helfen, wie, was und wo zu machen oder zu gestalten ist. Aber als Schriftsteller? Dazu fehlte mir jeglicher Ehrgeiz oder hätte nicht mal gewusst wie man so etwas vernünftig anfängt, noch zu Ende bringt.

Ok, professionellen Ansprüchen wird mein Buch "Bildungsnot" sicher weniger genügen, aber immerhin habe ich es im Zeitraum von bald 5 Jahren geschafft, Ihnen ein umfangreiches Schriftwerk zu präsentieren, dessen Inhalte wenigsten meine individuelle Handschrift, als Botschaft meines Herzens trägt.
Entstanden ist es im sprichwörtlichen Sinne aus meiner eigenen Not und Entsetzen heraus, wie ich erst mit etwas 45/46 Jahren, VIEL ZU SPÄT, die abgrundtiefen Dimensionen meiner Vergangenheit und im Besonderen die meiner schweren Kindheit zu realisieren begann.

Ein wahrhaft schmerzliches Erwachen, in dessen Folge mir verständlich wurde, dass gewiss noch weit mehr gewaltbetroffenen Menschen unerkannt in ihrem „Dornröschenschlaf“ verharren und noch nicht mal ein Bewusstsein dafür entwickeln können, wie sich ihre Gewalterfahrungen aus einstigen Kindertagen, noch immer hochgradig gesellschaftsschädigend, auf sie selbst, ihre Ehepartner, Kinder, Arbeitsumfeld, ja eigentlich auf allen Lebensebenen auswirken.
Insbesondere wenn Kinder als schwächste Glieder unserer Staatsgemeinschaft am häufigsten die unverarbeiteten Unzulänglichkeiten ihrer erwachsenen Bezugspersonen zu spüren bekommen.

Zumindest verfestigte sich, Zeit meines Erwachsens ab 2004, angesichts eigener familiärer Erfahrungen, einmal hellhörig geworden, aufgrund nicht abreißender Medienberichte über Kindesvernachlässigungen, Misshandlungen oder gar Tötungen, meine Überzeugung, dass es in unserem Land in eklatanter Weise an gewaltpräventiver Aufklärung mangelt.

Denn gäbe es in unserem Land, (mal abgesehen von anspruchsvollen Einzelprogrammen), für alle Kinder ein durchgängiges Aufklärungsangebot, wäre es kaum möglich, dass sich die meisten Menschen ihrer einst erlittenen Gewalt noch immer nicht bewusst sind.
Und so sieht in Unkenntnis und ausgebliebenen Versorgung der vielfältigen Verletzungen auch das Ergebnis im Umgang mit unseren eigenen Kindern aus.

Damit sind weiß Gott nicht nur die Extremfälle gemeint, wie sie uns zuweilen aus spektakulären Medienberichten bekannt werden, sondern in der breiten Masse aller Bürger, die wir innerhalb unserer Familien, spätestens aber innerhalb unseres Schulen geradezu ausnahmslos geschädigt wurden und gegenwärtige Schüler/innen meiner Überzeugung nach noch immer geschädigt werden.

Diese fundamentale Erkenntnis eröffnete sich mir eher beiläufig.
Denn nachdem ich erst einmal die eigene familiäre Katastrophe zu analysieren begann, wurde mir sehr schnell die Notwendigkeit klar, wie wichtig und hilfreich für gewaltbetroffene Kinder eine möglichst früh ansetzende Aufklärung über alle Facetten von Gewalt ist, um ihre mögliche Gewaltbetroffenheit zu realisieren und damit weit frühzeitiger Hilfen abrufen zu können, wie es bisher noch nicht ermöglicht wurde.

Erst hier entstand mein ausdrückliches Bedürfnis, mich aus der eigenen Betroffenheit heraus, für die landesweite Einführung gewaltpräventiver Aufklärung einzusetzen.
Idealerweise als festverankerte Bestandteile entsprechender Lehrpläne wie sie in unseren Schulen verpflichtend festgeschrieben werden sollten, um ausnahmslos alle Kinder mit kontinuierlich anspruchsvolleren Aufklärungsinhalten zu erreichen.

Zunächst bastelte ich mir in Eigenregie die Webseite www.ex-Heimkinder.de zusammen, um darin für meine deklarierten Ziele zu werben. Diese bezogen sich zu Beginn 2005/6 noch primär auf die schulische Einführung von:

  • gewaltpräventiver Aufklärung,
  • Bildung von Eigen- und sozialer Verantwortung,
  • sowie dem Thema Elternvorbereitung.

Ich setzte darauf, dass sich Besucher als auch ein neu gebildeter Verein von ehemaligen Heimkindern als öffentliche Sprachorgane meines gesellschaftsträchtigen Anliegens annehmen würden.
Doch weder meldeten sich interessierte Personen, um meine Inhalte öffentlich aufzugreifen, noch war der Verein in der Lage, sich dieses wichtigen Themas anzunehmen.
Auch meine Versuche, durch gezielte Anschreiben an Schutzorganisationen, Verbänden, Fachleuten oder Journalisten auf mein Anliegen aufmerksam zu machen, blieben weitgehend ohne greifbare Ergebnisse.

Fast hätte ich aufgrund der ausbleibenden Resonanzen mein Engagement aufgegeben, als ich im Zuge meiner parallel anhaltenden biografischen Aufarbeitung, immer deutlicher erkannte, in welchem verheerenden Ausmaß besonders unser Bildungswesen an den destruktiven gesellschaftlichen Zuständen ursächlich mit beteiligt ist.

Was für ein "glücklicher" Zufall, da ich als Hausmeister eines großen Gymnasium und Vater meiner eigenen schulpflichtigen Kinder in meinen täglichen Beobachtungen innerhalb als auch außerhalb der Schule meine gewonnenen Erkenntnisse ständig bestätigt bekam.

Nur aufgrund meiner echten Bestürzung, in welch überwältigendem Ausmaß unsere gesamte Gesellschaft durchgängig innerhalb unserer Schulen geschädigt wird, ohne sich dessen bewusst zu sein, fasste ich den Entschluss meine gewonnene Erkenntnisse vor dem Hintergrund meiner beispielhaften Gewalt- und Folgeerfahrungen in schriftlicher Form zusammenzufassen.

Damit nicht genug dachte ich darüber nach, wie eine sinnvollere Alternative zu unseren Schulen beschaffen sein könnte, um allen Kindern eine freiheitliche und förderliche Kindheit zu ermöglichen.
Im Ergebnis habe ich zu fast allen angesprochenen Problembereichen eigene Ideen entwickelt, wie ich es besser versuchen würde, oder ließ mich vom Gedanken leiten, unter welchen Umständen ich mir als Kind eine ideale Umgebung vorstellen würde, in der ich mich wohlfühlen oder bestehende Bedürfnisse etwas Neues zu lernen am besten erfüllt sah.
Ich gelangte zu visionären Vorstellungen, die ich erst ab diesen Zeitpunkt zu einem, wie ich denke, hochinteressanten Buch zusammenzustellen begann.
Dabei dachte ich schon mit Grausen an eine mögliche Veröffentlichung, wie ich meiner gewagten Thesen wegen sehr wahrscheinlich als visionärer Spinner verlacht werden würde.

Doch toi toi toi, das Buchmanuskript hatte ich in grober Form bereits größtenteils fertig gestellt, wurde mir Ende Oktober 2013 der Dokumentarfilm Alphabet bekannt. Ein Film, der sich mit den unterschiedlichen Bildungssystemen in China, Frankreich und anderen Ländern befasste. Darin kam unter anderem der mir bis dahin völlig unbekannte Gehirnforscher Professor Dr. Gerald Hüther zur Sprache und das was er von sich gab, ließ mich elektrisiert aufhorchen, da er sich zu unserem gegenwärtigen Bildungswesen ähnlich kritisch äußerste, wie ich es in meinem Buchmanuskript völlig selbstständig und aus eigene Stücken resultierend bereits beschrieben hatte.

Ich war begeistert. Noch am selben Abend forschte ich im Internet nach weiteren Informationen zu seiner Person und war nach der Betrachtung einiger seiner Vorträge überaus erleichtert um zu wissen, mit meinen Erkenntnissen doch nicht so allein auf weiter Flur zu stehen, wie ich bis dahin annahm. Insbesondere auch darüber, weil damit ersichtlich wurde, dass auch jeder andere Mensch, selbst ohne akademische Weihen, allein mit halbwegs gesunden Menschenverstand zu ähnlichen Erkenntnissen gelangen kann, wie wir unser Menschsein auf eine neue Stufe gemeinsamer Menschlichkeit anheben könnten.

Nun, es dauerte weitere Jahre bis ich den letzten Feinschliff und erforderliche Korrekturen von ursprünglich 700 Seiten vollendet und weit mühseliger wieder zurück auf nunmehr knapp 450 Buchseiten zurückgestutzt hatte.
Auch die Gestaltung des Buchcover und Aufbau dieser Webseite benötigte seine Zeit, bis ich 2017 endlich durchstarten konnte und hoffe mit dem Buch und dieser Webseite möglichst viele Menschen zu erreichen und zu motivieren, sich meinen gesellschaftsförderlichen Inhalten anzuschließen.

So gliedert sich das Buch in zwei unterschiedlichen Bereiche auf.

Im ersten Teil (bis Seite 242) war es mir wichtig anhand meiner eigenen Biografie Mitlesenden ein Gespür für die weitreichenden Folgen vor Augen zu führen, mit denen gewaltbetroffenen Kinder oft zeitlebens belastet werden. Dabei bleibt es unerheblich in welchen unterschiedlichen Variationen sich die Spätfolgen bemerkbar machen. Wichtig allein ist die Tatsache, dass jede Form von Gewalt tiefgreifende Spuren hinterlässt, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht gleich in jedem Gesicht unserer Mitmenschen, Nachbarn oder Freundeskreisen abzulesen sind.

Diese Spuren unserer gesamtgesellschaftlichen Verwüstung als Folge weitverbreiteter  Gewaltbetroffenheit habe ich im zweiten Sachteil dargestellt, in denen sich vermutlich die meisten Mitlesenden gleich mehrfach wiederentdecken werden. Wünschenswert mit einem heilsamen Erwachen.    

Dabei beschränkte ich mich nicht darauf unser gegenwärtiges Bildungswesen kritisch zu betrachten, sondern habe zahlreiche alternative Ideen eingebracht, die meiner Überzeugung nach allein von der Logik her Sinn machen, um künftigen Kindergenerationen tatsächlich eine weitgehend unbeschwerte Kindheit zu ermöglichen und gleichzeitig die entsprechenden Elterngenerationen mit einem fokussierten  Blick auf unsere Grundbedürfnisse vom allgegenwärtigen Leistungsdruck zu entlasten.

Doch bevor auch nur die kleinste Veränderung greifen kann, bedarf es erst einmal eines Handlungsbewusstseins. Von daher freue ich mich über alle Menschen, die sich von meinem Darlegungen angesprochen und inspiriert fühlen, in gemeinsamer Kraft zur Überwindung der angesprochenen Mängel beizutragen.
Unter der Rubrik "Interaktiv" biete ich Ihnen erste Anregungen an, wie jeder unter uns, ohne großen Aufwand einen kleinen aber dennoch wichtigen Beitrag zu einem wünschenswerten Richtungswechsel unseres bisherigen Bildungswesens beitragen kann.

Sofern hier nur erst mal Ihr Interessen an den weiteren Buchinhalten von "Bildungsnot" geweckt wurde, können Sie dieses einzigartige Werk gern direkt über mich via Kontakt, oder über den Buchshop des Druckverlags "BoD" bestellen.

Ich denke die 20 € lohnen sich als Investition für ein freies, glückliches und selbstbestimmtes Leben unser Kinder und gesamten Gesellschaft.
Doch auch Menschen der Gegenwart werden aller Voraussicht nach schon  heute von diesem Werk profitieren, in dem sie sich darüber bewusst werden, warum sich die Dinge in einem selbst und untereinander so verhalten wie sie sind. Diese Erkenntnisse sind deshalb so immens wichtig, da sich erst mit der eigenen Bewusstwerdung für jeden die Chance anbietet sich als individueller Mensch und gemeinsame Gesellschaft weiter zu entwickeln.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine gelingende Bewusstwerdung.

Klaus Klüber
Alzenau 2017